CampusVäre – Werkstatt zur Entwicklung der Zukunft
Wo früher Webstühle standen und Menschen für die Textilindustrie arbeiteten, ist heute Österreichs nachhaltigstes Zentrum für Kreativwirtschaft, Innovation, Kunst und Kultur. Für die Transformation der 12.000 m2 ehemaligen Industriehallen brauchte es ein innovatives Nachnutzungskonzept. Die Herausforderung lag darin, das Areal kreativ zu entwickeln und graue Energie zu sparen mit Fokus auf zirkuläres Bauen und Bauen im Bestand.
Auf dem ehemaligen Industrieareal von F.M. Hämmerle entsteht Westösterreichs größtes Zentrum für Innovation, Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur. Die Ausgangssituation verlangte eine Nachnutzung der 12.000 m2 großen Hallen, um Ressourcen zu schonen und den Bodenverbrauch zu minimieren. Die CampusVäre dient als ständiges Reallabor und Impulsgeberin für zirkuläres Bauen und kollaboratives Wirtschaften.
Im Auftrag der Stadt Dornbirn (Eigentümerin der Immobilie), des Landes Vorarlberg und der WKV, wird das Areal Meter für Meter transformiert. Das Projekt setzt primär auf die Verwendung von Sekundärressourcen (Re-Use) wie gebrauchte Bauteile, Fenster und Einrichtungsgegenstände sowie auf nachwachsende und kreislauffähige Materialien. Neben der physischen Sanierung ist die CampusVäre ein lebendiger Treffpunkt: Vernetzungsformate, Ausstellungen und Themenreihen zu Kreislaufwirtschaft bringen Handwerk, Forschung, Wirtschaft und Bevölkerung zusammen. So verbindet das Projekt nachhaltige Standortentwicklung mit ökologischer Verantwortung.
Faktenbox
- Zirkuläre Hallentransformation: Nutzung von Sekundärressourcen (z.B.: Deckenträger, Fenster, Leuchtmittel, Möbeln aus der Region) beim Umbau der Industriehallen zur Schonung grauer Energie.
- Etablierung eines Bauteillagers und Re-Use-Prinzipien zur Vermeidung von Bauabfällen.
- Wissensvermittlung & Netzwerk: Durchführung von Fachveranstaltungen, Ausstellungen und Reallabor-Formaten zur Kreislaufwirtschaft.
- Eine Herausforderung war die Beschaffung und logistische und zeitliche Integration passender Bauteile in den Bauprozess.
Es wurden Primärrohstoffe und CO2 gespart sowie Bauschutt vermieden. Aus ökonomischer Sicht entstand ein kosteneffizienter Innovationsstandort, der Synergien zwischen Handwerk, Kreativwirtschaft und Forschung schafft. Die CampusVäre stärkt als offener Begegnungsort die regionale Gemeinschaft, fördert die Lebensqualität und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze im urbanen Raum.
„Mit über 70 Veranstaltungen und mehr als 5.000 Besuchenden pro Jahr ist die CampusVäre schon heute ein lebendiger Ort für alle, der entscheidende Impulse für die Wirtschaft setzen. Hier trifft ein Statiker auf eine Galeristin, eine Präzisionstechnikerin auf einen Bildhauer oder ein Tech-Entrepreneur und genau diese Vernetzung ist das, was wir an diesem Standort wollen und anbieten. Denn so ist Denken über den Tellerrand hinaus und raus aus der eigenen Bubble möglich und darin liegt die Wirkung. Für die Industrie ist die CampusVäre ein Innovationslabor vor der eigenen Tür. Design-, Architektur- und Materialkompetenz aus der Halle fließen in Produktentwicklung, Nachhaltigkeitsstrategien und Employer Branding ein. Wer zeigen will, dass Vorarlberg mehr ist als Produktionsstandort, findet hier den Beweis. Wer also auch Mieter oder Mieterin sein möchte, meldet sich einfach bei uns.“
Die nachhaltige Entwicklung der CampusVäre hat 4 Jahre gedauert und wurde vom Team CampusVäre (3,5 Stellen – alle weiblich!) gemanagt und organisiert. Es waren ca. 20 regionale Firmen (Architekten, Fachplaner und Handwerksbetriebe) involviert. Die CampusVäre ist u.a. ein Projekt der Initiative Pionierstadt Dornbirn und hat EUR 5 Millionen gekostet. Die Amortisation erfolgt über Mieteinnahmen über einen Zeitraum von 25 Jahren.
- Lebensqualität steigern
- Standort attraktiver gestalten
- Soziale Strukturen stärken
- Ressourcenverbrauch & Abfälle reduzieren
- Arbeitsmarkt stärken
- Flächenverbrauch reduzieren
Vorteile für Gemeinden auf einen Blick
Handlungsempfehlungen & Erfolgsfaktoren
Unbedingt mit dem Team der CampusVäre vernetzen. Wir haben umfassende Erfahrung und Wissen gesammelt, bringen ein breites Expert:innennetzwerk mit und verstehen die CampusVäre als „Blaupause“ und Vorbild für andere Gemeinden und Vorhaben. Nachhaltiges Bauen ist kein linearer Prozess, er braucht Zeit, Expertise und Flexibilität.
