ReUse von Fenstern bei Waldkindergarten
Die Anmeldungen für die Gemeinde-Kindergärten waren im Jahr 2021 derart hoch, dass nicht alle Kinder hätten aufgenommen werden können. So entstand die Idee, kurzfristig einen ressourcenschonenden Wald-Kindergarten zu errichten.
Die Not, möglichst schnell Betreuungsplätze für die Kinder der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg zu schaffen, machte nicht nur sprichwörtlich erfinderisch, sondern es wurde auch die Chance genutzt, ressourcenschonend zu bauen. Aufgrund der knappen Zeit entschied man sich für eine Fertigteilbauweise mit Brettsperrholzplatten eines ortsansässigen Unternehmens. Der Bau wurde auf Punktfundamenten errichtet, um eine möglichst geringe Bodenversiegelung zu bewirken. Die Energieversorgung übernimmt großteils eine PV-Anlage am Dach. Die Fenster des Waldkindergartens stammen ursprünglich aus der Bibliothek der kurz zuvor generalsanierten Volksschule. In das Gebäude selbst wurden größtenteils vorhandene gebrauchte Dinge installiert wie alte Garderoben-Elemente, alte Tische und Schreibtische, eine alte Schaukel, etc.
- Errichtung einer PV-Anlage zur Energieversorgung
- Genutzte Fenster wurden ausgebaut und im Neubau wieder verwendet
- Gebrauchte Gegenstände wie z.B. Tische und Garderoben dienen als Einrichtung
Die Wertschöpfung wurde durch die Beauftragung von Unternehmen in und rund um St. Georgen in der Region belassen. Die Fertigteilbauweise als Holzbau und die Wiederverwendung der gebrauchten Fenster schonten zudem die Gemeindekassa.
“Mit dem Waldkindergarten ist nicht nur ein Projekt mit voller Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Waldbesitzer entstanden, sondern auch in kürzester Zeit mit den ortsansässigen Firmen und deren überwältigenden Engagement gezeigt worden, was es heißt, nachhaltig und ressourcenschonend zu bauen. Die Freude der Kinder ist dann noch der krönende Abschluss!“
Durch die Kooperation des heimischen Holzverarbeitungsbetriebes, dem ortsansässigen Zimmerers, einem Planungsbüro aus der Region und der Mithilfe des Bauhofs konnten die nicht geplanten Kosten und die Höhe des Darlehens so gering wie nötig halten. Aus Überzeugung zum Projekt aller dieser Beteiligten konnte innerhalb von nur 5 Monaten ein Wald-Kindergarten entstehen.
- Lebensqualität steigern
- Standort attraktiver gestalten
- Arbeitsmarkt stärken
- Versorgungssicherheit erhöhen
- Soziale Strukturen stärken
Vorteile für Gemeinden auf einen Blick
Handlungsempfehlungen & Erfolgsfaktoren
- Ein Waldkindergarten muss nicht zwingend im Wald sein, sondern kann, wie an diesem Beispiel gut umgesetzt, auch am Waldrand entstehen. Die Zustimmung der Anrainer:innen für ein solches Projekt war sofort gegeben. Die Gemeinde war glücklicherweise bereits im Besitz eines Grundstückes an einem Waldrand.
- Firmen und Verein mit einbinden, die Spendenbereitschaft war enorm z.B. Brunnenspende einer Betonwerksfirma, Brennholzspende von den Schützen, Vogelhausspende eines Handwerkers, u.v.m.
